Neuseeland

Neuseeland

Christchurch

 

Ein Stadt die zwischen Normalität und Ausnahmezustand schwank.

An meinem ersten Tag in Christchurch lernte ich genau zwei Dinge:

1) In der Stadt ist ganz schön was los. Vor allem bei Einkaufszentren und Hauptverkehrswegen.
2) Was auf der Karte so aussieht als wäre es nur mal eben 10 Minuten entfernt, nun das ist in Wirklichkeit mindestens 45 Minuten weit weg.
So bin ich an meinem ersten Tag an dem ich das nicht wusste; weil ich mein Auto ummelden und die Mitgliedschaft beim AA beantragt habe, über 3 Stunden zu Fuß gegangen. Es ist alles sehr weitflächig. Mein Rat: Entweder mit dem Auto oder mit dem Bus zum vermeintlich nahen Ziel fahren.

Das die Innenstadt gesperrt ist merkt man der lebendigen Stadt überhaupt nicht an. Nur wenn man dann hinaus zum Strand oder eben hinein in die Innenstadt fahren möchte, dann merkt man schnell: Hier ist etwas passiert. Überall Baustellen und Umleitungen. Hinein in die Innenstadt muss man spätestens bei der Absperrung stehen bleiben, die einen deutlich darauf hinweist das dahinter eine sehr gefährliche Zone beginnt.

 

Besonderes Augenmerk sollte man, so lange das Stadtzentrum abgesperrt ist auf den Stadtpark und den Strand legen.
Der Stadtpark ist ein großer Garten. Neben einen auf der Westküste typischen Urwald, kann man auch Mammutbäume bestaunen. Da durch den Park ein Fluss fließt und es einige Teiche gibt, lässt sich hier sehr gut ausspannen und zu neuer Kraft zurück finden.

Direkt zum Park hin finden sich einige interessante, aber leider schwer beschädigte Gebäude. Die Gleise der Straßenbahn, die am Stadtpark vorbei in das Zentrum führen, sind einsame Zeugen das es in diesem Teil der Stadt ganz ruhig geworden ist; während anders wo das Leben pulsiert.
Erfreulicher, aber auch ehrfurchtgebietender ist der Strand von Christchurch. Hinter den hohen Wällen, an die sich Gräser schmiegen, liegt kaum hörbar der tobende pazifische Ozean.

Der Sandstrand reicht in den Süden soweit das Auge blicken kann. Im Norden läuft ein langer Steig in das Meer hinaus. Der New Brighton Pier.

Und dahinter mag das Auge schon fast auf die Banks Peninsula, die Halbinsel von Christchurch blicken. An der Nordseite des Strandes erblickt man die steilen Feldsklippen an dessen Oberseite Häuser gebaut worden sind.

Ein imposanter Blick, aber sicher nicht so imposant wie von den Klippen hinab auf Christchurch zu blicken. Dieser Teil gehört zwar noch nicht zur Halbinsel, ist aber fast genauso interessant.
Durch einen Tunnel kommt man nämlich in die Hafenstadt Lyttelton. Umringt von malerisch anmutenden Bergen liegt die Stadt in einem Bergkessel der nur nach Westen hin offen ist. Die anderen Seiten werden von der Halbinsel eingenommen. In der Mitte liegt das Meer. Gewaltige Schiffe stehen hier um beladen oder entladen zu werden. Jede Minute verlässt ein LKW die Stadt oder befährt sie wieder.

 

Nimmt man Abstand von dem Tal bestimmenden Hafen, geht der Blick gleich wie auf der Halbinsel auf die Berge. Sie sind so malerisch schön, vor allem wenn sich abends und in der früh der Nebel an dessen Spitzen in das Tal zu schieben beginnt.

 

Auf der Banks Peninsula gilt es vor allem die Stadt Akaroa zu nennen, in dessen Nähe eine sehenswerte Kirche der Maori steht. Eine kleine verschlafene Stadt, die in einem wundervoll schönen Tal liegt. Die Vögel die dort zwitschern sind so einzigartig, wie die Landschaft selbst.

 

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