Österreich

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Austria Classic Tour - Etappe 12

 

Kurzinfo:

Etappe 12: Rust - Bad Radkersburg
Länge: 269km
Streckenverlauf: Rust, Podersdorf am Neusiedlersee, Deutschkreutz, Güssing, Bad Radkersburg

 

Ich startete nicht ganz so frisch, wegen der unruhigen Nacht, zeitig in der Früh den letzten Abschnitt der Tour durch Österreich.
Der Neusiedlersee ist stets hinter einem dichten Schilfgürtel verborgen, nur bei Podersdorf lichtete er sich und erlaubte einen offenen Blick auf den See. Dieser günstige Umstand wurde kommerzialisiert und so versperrt einem nun ein langgezogenes Strandbad jedweden kostenlosen Zugang zum See. Unterbrochen wird das Strandbad durch die Schiffsanlegestelle, sie ist auch der einzige Zugang an den See, für den man nichts bezahlen muss. Ein Hinweisschild rühmt sich, gleich wie in Rust, als Drehort für einen Film gedient zu haben. Vom Pier aus genießt man einen ungestörten Blick auf den See und die dahinterliegende Landschaft. Ganz am Ende liegt zur linken ein Leuchtturm.

Am Ende der Stadt gelangt man über eine schmale, aber asphaltierte Straße zu einem Aussichtsturm, der einen Ausblick über die gesamte Gegend erlaubt. Nach den letzten, kleinen Seen beginnt die Ungarische Staatsgrenze. Sind die Straßen in Österreich in einem sehr guten Zustand und die Beschilderung klar und Verständlich, darf man in Ungarn froh darüber sein, das die Straße überhaupt noch asphaltiert ist. Zusätzlich zu dem katastrophalen Zustand der Straße ist diese auch noch wellig und ein zügiges Vorankommen, ohne Schäden am eigenen Fahrzeug, ist fast ausgeschlossen. Das in diesem Land, gleich wie in Italien, Außerorts nur 90km/h erlaubt sind, erfährt man nur wenn man sich über das Internet informiert oder jemanden fragt, der Deutsch oder zumindest Englisch spricht, was in Ungarn selbst leider meist bereits schon zu spät ist. Eine Informationstafel, wie in anderen Ländern fehlt hier, genauso wie ein Ortsschild. Wann man also eine Stadt verlässt oder betritt, und man so die Geschwindigkeit zu reduzieren oder wieder erhöhen kann, ist einem völlig selbst überlassen. Es gibt keine oder nur eine unzureichende Beschilderung.
Ungarn ist ein armes Land. Die Häuser sind schlecht erhalten und die Menschen laufen in einer schäbigen Kleidung herum.
Ich war heilfroh, als ich nach 20 Kilometern endlich wieder das österreichische Staatsgebiet betreten konnte.
Der erste Ort in der Heimat ist Deutschkreutz. Es gibt ein Schloss, das jedoch nur am Samstag und Sonntag zur Besichtigung freigegeben ist. Von außen ist das Schloss nicht einsehbar, das ist schade, denn so wird der Ort seiner Sehenswürdigkeit beraubt.
Auf den Hügeln hinter der Stadt ist ein Windpark errichtet worden. Es ist überaus imposant unter einem dieser gewaltigen Windräder zu stehen.

Anschließend ging es auf nach Gössing. Unterwegs gab es eine kleine Burg zu besichtigen. Die gut erhaltene Burg befand sich in Privatbesitz. An der Eingangstür zur Burg ist ein Schild angebracht, das darüber informiert, dass die Herrschaften, denen dieses Anwesen gehört, nur ihres Gleichen hier haben wollen. Das gemeine Volk, sollte bloss draußen bleiben und sich mit dem Anblick ihres Erbes zufrieden geben. Ein Foto noch und ich wanderte zurück zum Auto.

Über die gut ausgebaute Bundesstraße gelangte ich alsbald nach Güssing. Die kleine burgenländische Stadt, liegt im Tal das durch den Strem zweigeteilt wird. Bezeichnend für die Stadt ist die Festung, die in der Mitte auf einem erloschenen Vulkan erbaut wurde. Die majestätische Festung ragt weithin sichtbar in den Himmel hinbor. Sie lässt sich zu Fuß oder über einen Lift erklimmen. Wobei der Lift bereits seit geraumer Zeit nicht mehr in Verwendung ist. Von den Mauern schweifen der Blick in die weite Ferne.

Durch die Ausläufer des oststeirischen Hügellandes gelangte ich nach Bad Radkersburg. Die Stadt ist umgeben von einem Steinwall. An der Mur riecht es nach Schwefel, hier gibt es eine Therme und hier endet auch der Murradweg R2.

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