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Austria Classic Tour - Etappe 2

 

Kurzinfo:

Etappe 2: Judenburg - Radstadt
Länge: 270,7km
Streckenverlauf: Judenburg, Eisenerz, Trieben, Bad Mitterndorf, Radstadt

 

Über die Nacht hatte es einen ziemlichen Wettersturz mit einigen heftigen Unwettern gegeben. Der Morgen präsentierte sich mit einem nebelverhangenen Himmel und frischen Temperaturen.

Nichtsdestotrotz startete ich die zweite Etappe bereits um 6 Uhr morgens. Einen kurzen Abstecher nach Knittelfeld legte ich noch ein, um wieder aufzutanken.
Vollgetankt ging es dann auf der Schnellstraße nach Trofaiach. Hier legte ich wieder einen Zwischenstopp ein. Es war schön wieder durch die Gassen einer Stadt zu schlendern die ich bereits vor Jahren kennengelernt hatte.
Der Blick auf die Berge Richtung Eisenerz zeigte mir bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das was noch kommen würde.

Auf der breiten Straße hinauf nach Vordernberg eröffnete sich mir dann die volle landschaftliche Vielfalt. Manchmal gibt es einfach diesen: "Jetzt muss ich einfach stehen bleiben"-Moment und just in dem Moment als ich diesen einen Berg sah, war er gekommen. Ich fuhr rechts ran, wo es gefahrlos möglich war, und knipste mein Foto.

In Vordernberg war es die echte Lokomotive vor dem Gasthaus, bei der ich erneut einen dieser "Stehen-bleiben-müssen"-Moment erlebte.

Den nächsten größeren Halt nach Trofaiach machte ich in Eisenerz. Mein erster Eindruck von der Altstadt war: "Hübsch! Verdammt hübsch!". Die Altstadt war liebevoll erhalten worden. Für einen Touristen also ein absoluter Hochgenuss.

Von der Altstadt führte ein Weg hinauf zu vollständig erhaltenen Wehrfestung, der Wehrkirche St. Oswald.

Ich staunte nicht schlecht als ich durch die dicke Holztüre und ein weiteres Wehrtor hinauf in das innere der gut geschützten Bastion gehen konnte. Schießscharten, Mauern und selbst die alten Türme waren wie seiner Zeit erhalten.

Auf der anderen Seite des Tals reichte der Blick auf den prachtvollen Wehrturm.

Auf dem Weg weiter querte ich Aigen. Das diese Stadt vor allem durch ihr riesiges Abt gemeinhin bekannt ist wusste ich bereits aus einem Schulausflug. Das es aber einen Brunnen zu ehern Leopolds gab, das wusste ich noch nicht. Eigentlich ein ganz gewöhnlicher, verzierter Brunnen. Für mich war er aber als Fotomotiv für Aigen viel besser geeignet als schon wieder eine riesige Kirche abzulichten. Kirchen hat das hoch-katholische Österreich schließlich bereits mehr als man (er)tragen kann.

Über eine kurvenreiche Strecke kam ich dann nach Trieben. Diese Stadt war mir schon früher dadurch bekannt, dass hier der Zug immer statt vorwärts plötzlich rückwärts weiterfuhr.
Ein nerviges Seiten wechseln, um wieder in Fahrtrichtung zu sitzen, blieb mir heute zum Glück erspart.

In die nette Stadt Liezen kam ich genau zu Mittag. Der McDonald's und sein Gratis WLAN kamen mir gerade recht. Einerseits, weil ich bereits wieder Hunger hatte und andererseits, weil ich noch meinen gestrigen Tourenbericht online stellen wollte. Interessanter weiße war hier der Himmel wieder Wolkenfrei und die Temperaturen begannen in die schweißtreibende Höhe zu klettern.
Während ich bis zu diesem Moment noch daran gedacht hatte, die Heizung einzuschalten, war jetzt eher das Gegenteil der Fall.

Während mich Bad Mitterndorf nicht begeistern konnte hier anzuhalten, tat es der Hallstättersee schon. Umgeben von felsigen Bergen lag er da. Eigentlich war dieser See schon ein Höhepunkt für sich, denn es war der erste richtige See auf meiner Tour. Einen kleinen Teich hatte ich zwar schon vor meinen Füßen als ich im Campingplatz bei Großlobming für 8€ mein Zelt aufschlug, aber das hier sind ganz andere Dimensionen.
Während man im einen sich mal eben abkühlen gehen konnte, hätte man bei diesem hier auf einem Segelboot den ganzen Tag seine Freizeitbeschäftigung.

Ich war ein wenig enttäuscht, als ich plötzlich in Radstadt ankam. Die Tour heute war mir irgendwie viel zu kurz vorgekommen und zu schnell vorbei gewesen. Das es bereits nach 15 Uhr war als ich mein Ziel erreichte, muss ich an dieser Stelle wohl auch noch erwähnen.
Ich schlenderte durch die für Sonntag ganz normale, verschlafene Stadt.

Beendet hab ich den heutigen Tag für 9,90€ (4,60€ pro Person, 2,50€ für Auto, 1,70€ für Zelt und 1,10€ für die Taxe) in einem Campingplatz der sich Forellencamp nennt. Einen hauseigenen Teich oder zumindest einen Fluss, denn ich als Namensgeber vermutet habe, konnte ich leider nicht finden. Ob es im hauseigenen Gasthaus Forellen gibt und das Gasthaus diesen Namen trägt, hab ich aber nicht nachgesehen. Aber hey, gab ja auch besseres zu treiben…

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