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Austria Classic Tour - Etappe 3

 

Kurzinfo:

Etappe 3: Radstadt-Zell am See
Länge: 305,5km
Streckenverlauf: Radstadt, Mauterndorf, Ebene Reichenau, Spittal an der Drau, Lienz, Zell am See

 

Mein Morgen begann wie gestern auch: Früh morgens um sechs.
Die Nacht war zwar wärmer als die vergangenen, dafür war der Blick als ich mein Zelt verließ ein ziemlich weißer. Der Nebel hatte alles in seinen dichten, weißen Schleier gehüllt. Das man noch eine Sicht von 10 Metern hatte genügte mir vollends. Ich brauchte nur drei Meter, dann hatte ich alles im Überblick.
Ich baute mein Leichtgewichtszelte ab und verstaute alles im Kofferraum des Mazda 323 P. Anschließend ging die Fahrt los.

Von Radstadt ging es nach Süden. Die Straße stieg immer steiler an und bald schon konnte ich über dem Nebel auf den blauen Himmel blicken. An einer Haltestation blieb ich kurz stehen um ein Bild von den im Morgenlicht majestätisch anmutenden Tauern zu machen.

Die Berggipfel kamen mir immer näher. Nach einiger Zeit in der ich nun schon der steilen Passstraße gefolgt war, hatte ich es geschafft: Die Tauern waren bezwungen. Es war ein toller Moment hier stehen und auf die Riesen blicken zu können, die mich umgaben.
Noch viel Spaßiger als auf die Berge zu zufahren, war es wieder von ihnen wegzufahren. Bergab ging die wilde Fahrt hin und her. Kurve um kurve, die es zu meistern galt. Während andere lieber langsam mit der Motorbremse den Berg hinunter fuhren, liebte ich es mit dem Auto und der Straße zu verschmelzen.

Ein kurzer Blick auf den blauen Himmel, schon war ich wieder im Nebel.
Auf meinem Weg folgte ich zuerst dem Murtal. Vorbei an einer interessanten Burg, gelangte ich nach Mauterndorf. Ich weiß noch wie ich mir die Frage gestellt habe, ob ich denn wirklich hier abfahren und mir die im Nebel versunkene Stadt ansehen soll. Meine Antwort war eine unmissverständliche: Ich fuhr weiter.

Bevor ich nach Spittal kommen konnte, um hier einige wichtige Besorgungen zu tätigen, durfte ich noch die Turracherhöhe bezwingen.

Den Millstätter See entlang gelangte ich dann nach Spittal an der Drau.

Um mir auch gleich das Kochen zu ersparen speiste ich abseits der Altstadt.

Mein nächstes Ziel war Lienz. Eine wie ich fand überaus liebliche Stadt.
Eingebettet in einem Tal, das die Drau entzweit klettern die gewaltigen Berge an beiden Seiten den Himmel empor. Von weiten konnte ich wieder eine für Österreich typische Burg erspähen. Österreich: Das Land der Burgen und Kirchen.

Um nach Zell am See zu gelangen hieß es erneut über die Tauern zu fahren. Dabei gelangte ich zum höchsten Berg Österreichs, dem Großglockner.
Zuvor allerdings musste ich mich unter dem Tauernwurm nach Heiligenblut durchschlagen.

Der erste Blick, wenn man nach Heiligenblut kommt ist der auf die übergroße Kirche, die als einsamer Wächter zwischen dem Betrachter und dem Großglockner steht. Lässt man sich nicht davon abhalten kein Foto von diesem Gebäude zu machen, sondern lieber über einen versteckten Weg auf die Plattform zu steigen, dann steht einem wahrlich nichts mehr im Weg, um ein tolles Foto von eben diesem einen Berg und seinen Begleitern zu schießen.

Man könnte jetzt sagen, dass wenn man noch nicht genug von dem tollen Panorama hat man jetzt unbedingt die Großglockner Hochalpenstraße befahren soll. Für stolze 29,90€ lässt sich dieser Wunsch sofort erfüllen.
Ob es sich auszahlt diesen Preis zu zahlen und diese Strecke zu befahren? Auf jeden Fall!

Man fährt hoch hinauf und hinein in die Berge. Das Panorama lässt keine Wünsche übrig. Wenn ich nur daran denke, wie ich vor dem ersten Tunnel mal eben kurz rechts rangefahren bin. Auf der ganzen Strecke gibt es genug Möglichkeiten stehen zu bleiben, ohne den Verkehrsfluss zum Stocken zu bringen.

Ist der erste Tunnel dann genommen, findet man sich in einer anderen Welt wieder.

Wie in einem guten Stück gibt es auch auf dieser Route einen Höhepunkt. Dieser Höhepunkt ist auch zu gleich der höchste Punkt der Strecke.

Der Blick von eben diesem Höhepunkt vermag selbst mir die Sprache zu verschlagen.

Aber wozu ständig etwas sagen oder um ganz genau zu sein: schreiben, wenn Bilder doch mehr sagen als tausend Worte.

Nach eben diesem Höhepunkt ging die Fahrt wie in einem Schlussakkord, langsam aber sicher zu Ende. Was bleibt sind unvergessliche Eindrücke von einer Gegend, die so weit weg erscheint, aber in Wirklichkeit doch so nahe ist. Mehr muss jetzt dazu nicht mehr gesagt werden.

Es war bereits nach 17 Uhr als ich endlich in meinem Etappenziel angekommen bin: Zell am See. Eine wirklich interessante und lebendige Stadt. Neben der Innenstadt, war es auch der See selbst dem ich meine Aufmerksamkeit schenkte.

Erst kurz vor Sonnenuntergang ließ ich von der Stadt, ihrem See und den Menschen ab. Mein Zelt schlug ich im Südufercamp für stolze 17€ auf.

Ein absolut gelungener Tag ging zu Ende und was blieb waren jede Menge neuer Eindrücke.

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