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Austria Classic Tour - Etappe 5

 

Kurzinfo:

Etappe 5: Imst-Feldkirch
Länge: 220,1km
Streckenverlauf: Imst, Warth, Sankt Anton am Arlberg, Galtür, Feldkirch

 

Nach der langen und kräfteraubenden Tour von gestern war ich froh, dass heute nur eine kurze und einfache Tour anstand.

Los ging es auf der Fahrt von Imst nach Warth zuerst mit einer einfachen Bergstraße, die durch ein enges Tal hindurchführte. Beim heute vorherrschenden Kaiserwetter, musste ich mir keine Sorgen machen, das die Berge noch greifbarer würden. Ich konnte einfach genießen. Auch wenn mich der Duft von Landwirtschaft nicht dazu angeregt hat mancherorts länger zu verweilen.

Meinen ersten Zwischenstopp machte ich in Warth einer kleinen, verschlafenen Stadt.

Vorbei an Sankt Anton und den ganzen Bergbahnen, gelangte ich nach Galtür.
Die Information unter der Ortstafel brachte mich zum herzhaften Lachen. Dort zu lesen: "Luftkurort". Ein kurzer Spaziergang durch die Hotelsiedlung zeigte mir auch gleich, was ich so gerne sehen wollte: Alte Menschen.
Was ich an allem so witzig fand? Heilung durch Luft! Also im Grunde genommen reine Abzocke. Das hier natürlich nur alte Menschen herum standen, lässt sich wohl auch damit begründen, das hier am Arsch der Welt einfach überhaupt nichts los ist. Nun gut, welcher junge Mensch will auch in einer reinen Hotelstadt, ohne Meer mit den ganzen alten Menschen abhängen? Es ist nicht sehr berauschend, wenn diese alten Krax'n dann anfangen mit ihren Geschichten von den harten/guten Tagen von damals. In meinen Augen ist der einzige vernünftige Grund als junger Mensch im Sommer hierher zu kommen und auch zu bleiben, nur der Eine: Die Berge zu erklimmen.

Berge erklimmen zu ansträngend? Ja, dann ab ins Auto oder aufsitzen auf ein Motorrad und rauf geht's auf die Silvretta-Hochalpenstraße. Für 11,50€ darf man mit einer maximal Geschwindigkeit von 60km/h an stehenden Hindernissen vorbeifahren. Was sind stehende Hindernisse? Tiere die essen und scheißen, wo sie gerade stehen. Also kurzum: Kühe.

Das es den Tieren egal ist wie viele Autos hier herum kurven merkt man spätestens, wenn sie ganz gemütlich über die Straße trampeln.
Neben den vielen Kühen besticht die mautpflichtige Straße durch den Silvretta (Stau)see, von dessen Ufern aus der Blick auf den vergletscherten Winterberg ein wunderschöner ist.

Folgt man der Straße entlang der Wasserpipeline kommt man zum unteren Stausee, dem Vermuntsee.

Der Vermuntsee ist ein hellblauer, fast schon gräulicher See. Neben dem Obervermuntwerk ist es möglich an den See, der gerne von Fischern genutzt wird, zu kommen. Ganz am Ende des Sees kann man die Staumauer erblicken. Hinter der gewaltigen Staumauer, beginnt die Straße sich in engen Kehren das Plato hinunter zu schlängeln.

Ganz gemütlich ging es nach diesem Ausflug an Bludenz vorbei nach Feldkirch.

Zu Feldkirch könnte man viel erzählen. Hauptsächlich würden die Geschichten, aber wie so üblich in der Vergangenheit beginnen. Darum überlasse ich das erzählen von alten Geschichten, den alten Menschen.
Als alles gesehen und getan war, ließ ich mich im "Waldcamping Feldkirch" zu 16,45€ (10,40 für Stellplatz Auto und Zelt, 6,05 für einen Erwachsenen) nieder. An das Camp ist auch ein öffentliches Schwimmbad angeschlossen, welches man als Camper kostenlos besuchen kann. Nur so viel dazu…

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