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Austria Classic Tour - Etappe 7

 

Kurzinfo:

Etappe 7: Hall in Tirol - Bad Ischl
Länge: ca. 330km
Streckenverlauf: Hall in Tirol, Tegernsee, Bayrischzell, Kufstein, St. Johan in Tirol, Saalfelden, Werfen, Bad Ischl

 

Wie immer ging es zeitig in der früh zurück auf die Strecke. Dass diese Etappe vorerst meine letzte bleiben sollte, konnte ich noch nicht ahnen. Doch halt! Der Reihe nach:

Nebelverhangenpräsentierte sich mir der Achensee. An der Bundesstraße gab es einen großen Parkplatz von dem ich meinen Blick über den gesamten See schweifen lassen konnte. Der dichte Nebel verlieh der ganzen Szenerie etwas Mystisches. Es war spannend den durch den leichten Wind, angetriebenen Nebelschwaden zuzusehen, wie sie sich den Bergrücken entlang schoben. An manchen Stellen staute sich dann der Nebel zu großen Feldern auf.

Als mir die Finger anfingen abzufrieren setzte ich mich in das Auto und folgte den Fahrzeugen mit einem deutschen Kennzeichen in ihre Heimat. Interessant war es festzustellen, dass sich sehr viele Deutsche zu dieser Zeit in Österreich aufhielten, aber eigentlich kein Österreicher in Deutschland. Zumindest habe ich trotz intensiven ausschauhaltens nur deutsche Kennzeichen erspähen können. Aber das heißt nicht unbedingt, dass kein Österreicher sich in Deutschland aufhalten möchte. Einige fahren mit dem Zug in das Land des großen Bruders. Da es auf meiner Route aber keine Zugverbindung gab, wäre das Auto als einziges Fortbewegungsmittel eigentlich als ein sehr belebtes/beliebtes anzusehen.

Wie auch immer: Ich bin dann im Ort Tegernsee am gleichnamigen See rechts rangefahren und hab mir die bayrische Stadt mal näher angesehen. Wie so üblich an einem Samstag war natürlich nichts los, aber das war auch in Ordnung, schließlich können metaphorisch betrachtet auch Gebäude eine Geschichte über ihren Standort erzählen.

Der gleichnamige Tegernsee könnte auch eine Geschichte erzählen, er könnte noch weiter in die Vergangenheit blicken und über seine Entstehung berichten als ein Gebäude. Jetzt fehlt nur noch der Wille eine so lange Geschichte überhaupt anzuhören. Jemand wie ich, wird enttäuscht sein, das an diesem Tag das Wetter nicht dazu einlud, statt dem Geschichten zu zuhören, ein Bad im sonst sehr beliebten See zu nehmen. Aber gut. Man kann ja nicht alles haben, auch wenn man es zumindest probieren kann.

Neben dem Tegersee gibt es noch einen etwas kleineren See, der aber eine Insel in sich bewohnt. Von einem Berg, der Brecherspitze, ganz in der Nähe soll man bei schönem Wetter einen traumhaften Blick auf den See genießen können, so hat man mir gesagt. Wäre mir also ärgerlicherweise nicht in Innsbruck meine Navigationssoftware abgeschmiert, hätte ich jetzt ein besseres Foto.

Meiner digitalen, nicht routingfähigen Straßenkarte folgend gelangte ich nach Bayrischzell. Von dieser kleinen Ortschaft aus genießt man einige interessante Blicke auf die Berge. Wie den Blick auf den Wendelstein einen 1838 Meter hohen Berg auf dem auch eine Wetterstation steht. Da der Berg einen fantastischen Ausblick bieten soll ist er auch sehr gut erschlossen. Eine Seilbahn führt an seine Spitze.

Lässt man das Landleben kurz Geschichte sein, ist die nächste Stadt Kufstein. Bevor es jedoch hinein in diese Stadt geht, heißt es noch einen steilen Hügel hinab. Der Blick von einem kleinen Parkplatz darf als überwältigend bezeichnet werden.

Fährt man weiter kommt man an einigen Skigebieten vorbei. Im Sommer ist hier aber nichts los. Einzig die Gasthäuser erfreuen sich einem regen Andrang.

Der Blick zurück zeigt eine verwegenen Landschaft. Geprägt ist sie durch die Berge im Hintergrund und die Wälder im Vordergrund. Das hier Menschen wohnen, mag man mancher Orts nicht nachvollziehen können, hier aber scheint es fast schon verwunderlich, dass es nur so wenige sind.

Liegt der Hochkönig hinter einem, so kommt man auch schon nach Bischofshofen. Kaum übersehbar lädt die Burg Hohenwerfen Lieberhaber des Mittelalters dazu ein eine erhaltene Burg zu erkunden. Wer hier die Zeit übersieht, braucht sich nicht weiter zu sorgen, eine große Uhr zeigt die Zeit und lässt in Glockenschlägen wissen, wenn eine wichtige Stunde angebrochen ist. Zudem gibt es einen Lift, der hinauf zur Burg führt.

Eine kleine und leichte Bergüberquerung später ist man auch schon im Bad Ischl. Der Ort selbst ist ein lieblicher Kurort, zu dem es nicht sehr viel zu sagen, aber ein wenig selbst zu erkunden gibt.

Nach verdammt aufregenden Tagen und sehr vielen gefahrenen Kilometern, hieß es hier vorerst Abschied zu nehmen.
Ich brach meine Tour ab.
Man kann ruhig sagen: Das Beste habe ich mir noch für später aufgehoben…

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