Österreich

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Austria Classic Tour - Etappe 9

 

Kurzinfo:

Etappe 9: Schärding - Enns
Länge: 264km
Streckenverlauf: Schärding, Passau, Rohrbach, Freistadt, Linz, Wels, Steyr, Enns

 

Mein erstes Ziel nach Schräding sollte das in Deutschland liegende Passau sein. Hier wollte ich mir einen Parkplatz suchen und dann ganz gemütlich hinein in die Innenstadt wandern. Was ich nicht wusste: In Passau ist mehr Straßenverkehr als in Wien. Und da Passau nur eine kleine Stadt ist, heißt das: Stress pur. Stau pur...
Trotzdem hab ich anfangs noch versucht einen Parkplatz zu bekommen. Bei der ersten Möglichkeit, hat mir die freundliche Parkplatzinformationsanzeige die Zahl 0 geliefert. Durch den dichten Straßenverkehr und zum nächsten Parkplatz. Hier dasselbe Bild. "Mir reicht's", hab ich zur mir selbst gesagt und bin Richtung Wegscheid weitergefahren.

Bis Rohrbach, hat mich nichts dazu bewegen können anzuhalten. Erst in dieser kleinen Stadt bin ich "rechts rangefahren", also in die Stadt gekurvt. Besonderer Grund? Der McDonalds und mein Gutschein mit dem ich einen BigMac gratis bekomme. Neben an dann noch ein Intersport, jedoch ohne die von mir erhoffte Campingausrüstung. Die Stadt selbst wird dominiert von einer Kirche. Interessant fand ich, wie sehr sich diese, aber auch die vielen anderen Hauptkirchen doch in ihrem Äußeren unterscheiden, wo doch der obskure Nutzen dieses Gebildes stets derselbe bleibt.

Gesättigt ging es weiter nach Freistadt. Mittlerweile brannte die Sonne, wie auch schon gestern mit voller Wucht auf mich herab. Die Temperaturen im Auto wurden immer unerträglicher und eine Rettung war nicht in Sicht. Ich war heilfroh, als ich das Auto verlassen konnte, um mich kurz in den kühlen Schatten zu setzten. Freistadt hat mir gefallen. Das Schloss thront gebieterisch über den Köpfen der Anwohner.

Eine grüne Gartenanlage lädt zum Verweilen ein.
Etwas unwohl war mir dabei, die Stadt wieder verlassen zu müssen, jedoch drängte der Zeitplan.

In Linz, gleich neben dem Ars Electronica Gebäude gibt es einen großen Parkplatz. Von hier aus startete ich meinen Rundgang durch die oberösterreichische Landeshauptstadt. Gemütlich schlenderte ich die Uferpromenade entlang. Gelangte über die Hauptbrücke in die Innenstadt und ging bis hinunter zum Linzer Volksgarten. Auf meinem Weg durch die lebendige Stadt sah ich mir mehrere interessante Gebilde an. Bei meinem letzten Besuch hatte sich einiges getan, und anderes schien fast stehen geblieben. Wie die Baustelle an der Ecke Landstraße-Schillerstraße. Die war auch schon vor zwei Jahren an derselben Stelle.
Gestaunt habe ich über die vielen moderneren Straßenbahngarnituren und über die Lokomotive, die Touristen vom Hauptplatz aus herum kutschiert.

Beim zurückgehen sah ich ein kleines Boot, welches an den vielen großen Schiffen vorbeituckerte. Ich war begeistert und ein Foto war Pflicht.

Von Linz ging es auf direktem Wege nach Wels. War der Himmel bis dato nur leicht bewölkt, sah jetzt alles nach einem heftigen Unwetter aus. Ich sputete mich also, um schnell in die Innenstadt zu kommen, mir diese anzuschauen und als bald wieder zurück zu sein. Gleich zu beginn, stach mir der moderne Bahnhof ins Auge.

Nachdem ich gerade vor dem Rathaus zu stehen gekommen, war begannen auch schon die ersten Topfen auf mich herab zu stützen. Der Himmel sah auch nicht aus, als würde er mir noch 20 Minuten schenken. Also hab ich mich gespurtet wieder zurück zum Auto zu kommen. Ich war keine Minute zu spät. Der Wind hat aufgefrischt, wurde orkanartig, die Blitze haben den Himmel durchzuckt und es hat geregnet wie wild. Etwa 30 Minuten, und dann war die ganze Weltuntergangsstimmung auch schon wieder vorbei. Die Sonne hat sich sehen lasse und ich bin aufgebrochen.

Mein nächstes Ziel, war die Namensgebende und ehemals zur Steiermark gehörende Stadt Steyr. Mit ganz viel liebe ist die Innenstadt restauriert und erhalten worden. Jedes Gebäude und jedes Detail spiegelt die Zeit von damals wieder. Das prachtvolle, weiße Rathaus wird mit einer großen steirischen Fahne geehrt und der Leopoldibrunnen räckt das Wappen, den weißen Panther gern Himmelwärts. Vom Hauptplatz hin zum Schloss Lamberg wurden Fahnen aller Bundesländer aufgehängt.

Hinauf zum Schloss gibt es einen Panoramaweg, der einen atemberaubenden Blick auf den Zusammenfluss der Steyr mit der Enns eröffnet. Und zu den gut erhaltenen Häusern, aus jener Zeitepoche.
Ich wäre länger geblieben, wenn die Sonnen nicht schon daran gedacht hätte unterzugehen. Schweren Herzens nahm ich Abschied von einem Stück Heimat.
Wie ich so die Stadt verlasse, hätte ich eigentlich gedacht, dass es das war, was es zu berichten gibt. Doch Steyr hat mich erneut eines besseren belehrt. War die Stadt im inneren in der Zeit stehen geblieben, so war sie in ihrem äußeren Rande voll in der Zeit. Selbst ein Mediamarkt hatte sich hier angesiedelt. Ich hab nicht schlecht gestaunt und noch schwereren Herzens die Stadt verlassen.

Es war schon spät geworden und nach fast 10 Stunden unterwegs, reichte es mir auch. Ich bin also durch Enns durchgefahren und hab mich im Ort Au im dortigen Campingplatz niedergelassen. Umringt von der Natur und einem ruhig dahinfließenden Fluss, bin ich recht bald auch schon eingeschlafen. Gekostet hat mich die Übernachtung 13,50€.

 

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