Sportberichte

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Lafnitztalradweg

 

Auf einsamen Wegen der Lafnitz dicht auf den Fersen

Beschreibung:

Streckenlänge: 76km
Streckenverlauf Friedberg, Lafnitz, Wolfau, Neudau, Ruderdorf, Szentgotthárd
Streckenbeschaffenheit: (überwiegend) Schotter/Erde, Asphalt
Streckenprofil: leicht
Höhendifferenz: 137 m ↑ / 428 m ↓

Hinweis: Inoffizieller/Unbeschilderter Streckenverlauf
Strecke (zum Herunterladen): Lafnitztalradweg (.gpx)

 

Erfahrungsbericht:

Im Gegensatz zum offiziellen Radweg dem B75, verlässt diese inoffizielle Route nie den Verlauf der Lafnitz und zeigt gänzlich ungeschminkt die Schönheit der Natur.

Das verschlafene Örtchen Friedberg (Alternativ: Rohrbarch an der Lafnitz) ist Ausgangspunkt einer Reise entlang eines kleinen, unberührten Flusses, der auf den Namen Lafnitz hört. In den ersten Kilometern der Tour taucht man ein in das wellige Hügelland. Es geht aufwärts und im selben Atemzug wieder abwärts. Bei Thalberg umfährt die Straße die gut erhaltene Burg Thalberg, bevor es hinunter und zwischen der Eisenbahnstrecke und der Bundesstraße auf einem eigenen Weg dahin geht. Schon von einer der Anhöhen ist ersichtlich, dass die wellige Landschaft durch die Lafnitz gezähmt wird.

Bei Limbach zweigt die Strecke vor der Brücke nach rechts ab. Von hier sind es nun Richtung Süden gut 900 Meter entlang der für diese Gegend typischen Ackerlandschaft. Am Ende der Straße beginnt ein Radweg der unter der Auffahrt auf die Bundestraße weiterführt. Nachdem der Radweg zurück auf die Straße biegt, gibt es eine Wahlmöglichkeit: Entweder über die kleine Brücke auf die Landesstraße und direkt zum Ort Lafnitz, oder auf dem Rohrbachschlag Weg gerade weiter. Zur zweiten Wahl: Dort, wo der Rohrbachschlag Weg eine Biegung macht, um auf die Bundesstraße zu zweigen gibt es einen unbefestigten Weg, der entlang von Ackerland nach Lafnitz führt. Über die Brücke im Ort gelangt man zurück auf die Landesstraße und die reguläre Route.

Die Route biegt ungefähr 400 Meter später nach links in den Sankt Ilgen Weg ab. Von hier gibt es nur diesen einen Weg, der nicht in einer Sackgasse endet.
Die Zivilisation verschwindet Zunehmens. Kaum liegt die Brücke und die Bundesstraße im Hintergrund, fängt die Natur an immer näher zu kommen. Und auch die Lafnitz wird stetig greifbarer.

Der unbefestigte Weg führt hinein in eine ganz eigene Welt. Im einen Moment kommt der Fluss ganz nahe, durch bricht die angenehme Stille, und fließt im nächsten Moment wieder in seinem eigenen Rhythmus weiter. Es ist ein listiges Spiel.
Friedlich umrahmt der dichte Wald, die Landschaft mit seinem dunkelgrün.

Unterwegs gibt es eine Stelle bei der offiziell das Durchfahren verboten ist. Hier ist möglicherweise das Zusatzschild für "Ausgenommen Radfahrer" abhandengekommen. Auf jeden Fall ist dieses Stück kaum 200 Meter lang.
Entlang der markanten Landschaft, führt die Route in diesem Teilabschnitt auch an einigen Teichen vorbei. Leider sind diese in Privatbesitz und deren Besitzer bleiben lieber unter sich. Auf offen zugängliche Baggerseen muss man sich noch gedulden, denn diese sind erst ab Neudau zu finden. Zeit sich darüber zu ärgern bleibt jedoch nicht. Kaum das man an den eingezäunten Teichen vorbei gefahren ist, wird es kurzzeitig sehr abgeschieden. Der Weg hört fast gänzlich auf zu existieren. Durch eine kleine Plantage geht es weiter. Der Weg ist in einem sehr behelfsmäßigen Zustand. Doch, das rettende Ufer ist schon fast erreicht. Bei der Straße nach Wolfau, lässt es sich dann wieder aufatmen, ab jetzt fährt man für die nächsten 14 Kilometer nur noch auf Asphalt.

In Wolfau besteht die Möglichkeit seinen Proviant aufzufüllen. Bei der Landesstraße am Ortsbeginn gibt es ein Wiedersehen mit dem Radweg B75, der nun für einige Zeit auf einer durchgehend asphaltierten Strecke die Richtung angibt. Da der Radweg kaum neben dem Fluss verläuft, spürt man bald wieder das wellige Hügelland. Bis Neudau, ändert sich daran wenig. Erst in diesem Ort gibt es die heißersehnte Möglichkeit den Radweg zu verlassen. Direkt nach der Brücke führt der unbefestigte Weg neben der Lafnitz weiter. Hier trifft man auf einen öffentlich zugänglichen Teich, in dessen Mitte eine kleine Insel liegt.

Am Ende des Weges, gibt es an der Landesstraße nach Burga, einen asphaltierten Radweg. 600 Meter später heißt es: Über die Landesstraße und weiter auf den staubigen Straßen. Zuvor allerdings lädt ein Teich mit jeder Menge Sitzgelegenheiten zu einer wohlverdienten Rast ein.

Durch die Ackerlandschaft gelangt man alsbald schon nach Rudersdorf. Hier gilt es die stark befahrene Hauptstraße zu queren, bevor es durch die Ortschaft und zurück auf die Strecke neben dem Fluss gehen kann. Auf dem Weg gelangt man an mehrere freizugängliche Badeteiche.
Ungewohnt ist der Anblick südlich von Dobersdorf: Hier trifft man plötzlich auf eine etwas vermögendere Gesellschaftsschicht, die hier ihrem Hobby dem Golfen nachgeht.

Dicht an der Lafnitz zieht als bald auch Königsdorf an einem vorbei. Das Ziel ist fast zum Greifen nahe. Bald ist das Ende des Weges erreicht. Die letzten 300 Meter und schon liegt da die Landesstraße. Beim Ort Ziegelofen gibt es die Möglichkeit auf einem unbefestigten Weg direkt nach Szentgotthárd abzubiegen. Wer den Weg übersieht, oder sich nicht über die stark befahrene Landesstraße traut, kann selbiger einfach weiter folgen und über die reguläre Abzweige nach Szentgotthárd fahren. Bis in die Stadt gibt es einen Radstreifen.

Fazit:

Für eine ruhige Tagestour ist diese Route ideal. Der Streckenverlauf führt durch eine friedvolle, von der Landwirtschaft geprägte Landschaft. Entlang dem Verlauf der Lafnitz, gibt es einige sehr schöne und freizugängliche Baggerseen.
Da die Tour offiziell noch auf keiner Karte verzeichnet wurde, ist eine eigene Navigation obligatorisch.

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