Ratgeber

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Der Weg zum C95+E - Grundqualifikationsprüfung

 

Die Grundqualifikationsprüfung (C95/D95)

Die vierte und zum Glück letzte Hürde ist die Grundqualifikationsprüfung an der Landesregierung. Diese besteht aus zwei Teilen: Multiple Choice (schriftliche Prüfung) und mündliche Prüfung.

Es kommen ausschließlich die Fragen, die auf der jeweiligen Landeshomepage ausgestellt werden.

Die Prüfung an der steirischen Landesregierung begann um 9 Uhr mit 80 Multiple-Choice-Fragen. Um etwa 10:30 Uhr wurden die ersten 9 Bewerber zur mündlichen Prüfung in einen Saal gelassen. Dort saßen drei Prüfer an je einem Tisch mit drei Stühlen.
Die jeweils drei Bewerber wandern sozusagen von Tisch zu Tisch, wo sie von jedem Prüfer unterschiedliche Themengebiete abgefragt werden. Wie viele Fragen dabei gestellt werden, ist von Prüfer zu Prüfer unterschiedlich.

Bei meinem Antritt saß ganz links zum Eingang eine Frau, in der Mitte ein Herr und ganz rechts zwei Frauen.
Bei der Frau links zum Eingang erhielt ich ein kleines Beispiel zur Lenkzeitpause. Es ging darum, wie lange der zweite Lenkzeitpausenteil sein muss, wenn der erste Teil bereits 30 Minuten gedauert hat (Anm.: Erster Pausenteil: Mindestens 15 Minuten, aber nicht länger als 45 Minuten. Zweiter Pausenteil: Mindestens 30 Minuten).
Da ich diese Frage nicht richtig beantworten konnte, wurde sie an den jungen Mann zu meiner Linken weitergegeben, der die Beantwortung der Frage für mich übernahm.
Die nächste Frage an den Mann zu meiner Rechten bezog sich auf die mitzuführenden fracht- und personenbezogenen Dokumente im Ausland. Er konnte zwar die Antwort zu den im Inland mitzuführenden Frachtdokumenten (Anm.: Lieferschein) geben, jedoch nicht zu den personenbezogenen. Daher durfte ich ihm aushelfen und musste die im Inland mitzuführenden Dokumente nennen: Frachtbrief, EU-Lizenz und Auszug aus dem Gewerberegister bzw. Abzug der Konzessionsurkunde. Das war es dann auch schon wieder bei ihr und wir konnten zum nächsten Tisch weiterwandern.

Beim Herrn in der Mitte des Raumes wurden uns jeweils sechs Fragen zum Thema Technisches gestellt.
Dabei tauchten Fragen auf wie: „Wie verhalten Sie sich, wenn beim Bergabfahren die Leistung der Betriebsbremse merkbar nachlässt?“ (Anm.: Anhalten, Fehlersuche mit Betriebsanleitung, Bremsen auskühlen lassen), „In welchem Drehzahlbereich fährt man mit den besten Verbrauchswerten?“ (Anm.: Im grünen Drehzahlbereich), „Sie überprüfen die Dichtheit des Vorratskreises. Um wie viel darf der Druck in 3 Minuten maximal absinken?“ (Anm.: Kaum merkbar).

Am Ende ging es dann noch zu den beiden Frauen auf der rechten Seite des Raumes. Hier wurden uns die Ergebnisse des Multiple-Choice-Tests bekanntgegeben. Anschließend hieß es noch allgemeine Fragen zu beantworten. Unter anderem: „… Nach Beendigung des Arbeitstages fühlen Sie sich gestresst. Was machen Sie, um diesen Stress bestmöglich bewältigen zu können?“ (Anm.: Ruhe, Bewegung, Sexualität, …), „Welche Muskelgruppe ist in Ihrem Beruf als Lenker besonderen Belastungen ausgesetzt? Wie können Sie diese trainieren?“ (Anm.: Belastung der Stützmuskulatur, Training durch gezielte gymnastische Übungen), „Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen kennen Sie?“ (Anm.: Stabile Seitenlage, Mund-zu-Mund-Beatmung, …).
Waren nun alle Stationen genommen, mussten wir noch einmal kurz den Saal verlassen, bevor uns dann im Anschluss auch schon das Ergebnis mitgeteilt wurde.
Der Satz: „Glückwunsch, Sie haben alle bestanden“, war Musik in meinen Ohren. Anschließend wurden wir noch namentlich aufgerufen und uns wurde das Prüfungszeugnis überreicht.

Wird bei der Praxisprüfung der (alte) Führerschein nicht dem Prüfer übergeben, muss er beim Verkehrsamt abgegeben werden, erst danach erfolgt die Zustellung eines neuen Führerscheins per Post.

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