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Der Weg zum C95+E - Theorieprüfung

 

Theorieprüfung

Bereits im Vorfeld zur Vorprüfung geht es heiß her. Stolze 1694 Fragen gilt es zu lernen. Neben altbekanntem Wissen aus der Zeit des B-Führerscheins wie Kreuzungen und Verkehrszeichen ist es nun auch ganz spezielles Wissen, das gefragt wird: von Fahrverboten und den gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten über den technischen Aufbau des Fahrzeugs bis hin zu den Arten der Ladungssicherung.

Gleich wie beim B-Führerschein müssen bei der Vorprüfung drei Durchgänge mit mehr als 90 Prozent bestanden werden, um die Prüfungsgarantie zu bekommen. Da jeder Durchgang um die 64 Fragen beinhaltet, kann es recht nützlich sein, zwischendurch eine kurze Pause einzulegen.

Je nach Fahrschule gibt es für jene, die die Vorprüfung knapp nicht geschafft haben, am Vormittag vor der Theorieprüfung noch eine letzte Chance, die Prüfungsgarantie zu erhalten, was [1] 10 € extra kostet. Ohne Prüfungsgarantie erfolgt der Antritt zur Theorieprüfung auf eigenes Risiko. Wird die Prüfung nicht bestanden, sind für einen erneuten Antritt stattliche 120 € zu bezahlen.

Mit oder ohne Prüfungsgarantie startet die Theorieprüfung wie gewohnt. Bei meinem Antritt in der Fahrschule Mayer traf man sich um Punkt 12 Uhr in einem großen Saal. Jeder Teilnehmer musste einen Zettel mit einer Rechtsbelehrung unterschreiben. In dieser wurde darüber informiert, dass bei einem Nichtbestehen der Prüfung ohne Garantie der Anspruch auf einen kostenfreien Wiederantritt erlischt.
Nun wurde jeder Anwesende namentlich aufgerufen und musste die Erklärung abgeben. Abhängig von der Führerscheinart hieß es für den einen oder anderen etwas länger auf den Prüfungsantritt zu warten.

Mulmig war mir schon zumute, als dann endlich auch mein Name genannt wurde. Nachdem ich im Prüfungsraum Platz genommen hatte, gab es noch eine kurze Erklärung und dann war es so weit: Die Prüfung startete. Die ersten Fragen klickte ich fast ohne zu lesen weg. Die vierte Frage brachte mich dann kurz ins Stocken. „Wie war das noch einmal schnell?“, dachte ich. Mein Gehirn begann wie wild zu rattern. „Achso, genau!“. Klick-klick – nächste Frage. 45 Minuten hat man für die Prüfung Zeit, brauchen tut man im Normalfall nur 10-20 Minuten.

Waren alle Fragen beantwortet, hieß es, sich mit einem noch mulmigeren Gefühl als zu Beginn, in einen eigenen Raum zu setzen und abzuwarten. Im Raum machte sich eine Mischung aus Anspannung und Erleichterung breit. Auf der einen Seite war man froh, dass es vorbei war, auf der anderen Seite war man sich nicht sicher, ob es denn wirklich gereicht hatte. Die Stunde der Wahrheit brach schneller an, als manch einer realisieren konnte. Eine junge Frau betrat den Raum. In ihrer linken Hand hielt sie eine rote Mappe. Während sie die fragenden Blicke förmlich durchlöcherte, setzte sie sich gemütlich auf den Sessel. Gemütlich öffnete sie ihre Mappe. Die Spannung begann überzuschäumen. Einzeln rief sie jeden der Anwesenden auf, um ihm oder ihr persönlich die gute oder schlechte Nachricht zu überbringen.
Plötzlich fiel auch mein Name und die Erleichterung war groß. Bestanden.

[1] Fahrschule Mayer (Graz Lendplatz), 03.10.2012

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